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Bläh- und SchwimmschlammBlähschlamm, Schwimmschlamm

ist noch immer eines der gravierendsten Probleme beim Betrieb kommunaler Kläranlagen.

Durch Schlammabtrieb können Ablaufwerte erheblich verschlechtert werden (CSB, P, abfiltrierbare Stoffe)

Die Bekämpfung ist aufwändig und teuer, aber nicht dauerhaft (die Symptome aber nicht die Ursachen werden bekämpft)

 

Betroffenen Anlagen

►  Überwiegend aerobe Stabilisierungsanlagen

►  Anlagen mit Kampagneeinfluss

►  Anlagen mit Stoßanlieferung bzw Stoßeinleitung von Problemabwasser wie Deponiesickerwasser etc.

►   Anlagen mit spezieller Problematik wie Molkereien, Schlachthöfen, Lebensmittelproduktionen etc.

►   Anlagen mit internen Stoßbelastungen

►  Anlagen mit niedriger Wasserhärte

 

► Ursachen

Aktuelle Maßnahmen

►  Veränderung der verfahrenstechnischen Randbedingungen (z.B. Erhöhung der Schlammbelastung durch vermehrten Abzug Überschussschlamm)

►   Erhöhung der Sauerstoffkonzentration in der Biologie

►  Auswahl spezieller Fällmittel (hauptsächlich auf Aluminiumbasis); Erhöhung der Dosiermenge

► Zugabe Chemikalien (z.B. Chlor, Eau de Javel)

► Zugabe von beschwerenden Stoffen (z.B. Braunkohlekoks, Steinmehl,...)

►   ...

 

Bekämpfungsmaßnahmen der Niedriglastbakterien und die Folgen:

►   O2-Konzentration hoch( energieaufwändig!)

►  Schlammalter runter bzw. Schlammbelastung hoch

( problematisch hinsichtlich Stickstoffabbau (Nitrifikanten); besonders bei niedrigen Temperaturen)

►   überstöchiometrische Zugabe von speziellen Fällmitteln

(ca. doppelt so teuer wie Eisenprodukte; durch überstöchiometrische Zugabe

>         z.T. Verdreifachung der Fällmittel-Kosten; Schlammmehranfall,

>         z.T. schlechtere Entwässerbarkeit;

>         z.T. müssen Polymere zugegeben werden, um Flockung sicherzustellen)

►     Zugabe von Chlor bzw Eau de Javel

( problematisch hinsichtlich des generellen Betriebs der Anlage,

große Teile der Biologie werden abgetötet

>         z.T. Überschreitung sämtlicher Ablaufgrenzwerte

>         z.T. Erholung der Anlage erst nach Monaten

>        ist nur in wenigen Ländern Europas überhaupt möglich)

► Unterdrückung der Fäden geht häufig auf Kosten der Stabilität der Anlage und ist kostenaufwändig!

Ergebnisse:

Bei zahlreichen Kläranlagen ist die Problematik trotz hohem Aufwand (finanziell, personell) nicht sicher unter Kontrolle.

Auf einigen Anlagen treten verstärkt auch Microthrix und Nocardia unabhängig von der Anwendung von Bekämpfungsmaßnahmen auf d.h. es gibt Anlagen, bei denen alle Faktoren wie Sauerstoffkonzentration, Fällmittelart und -menge, Schlammalter etc. optimal eingestellt sind, bei denen jedoch dennoch große Probleme mit Fäden bestehen.

Carl Wassermann © 2010

► Lösung